Scheitert ein Firmenblog, kann das viele Gründe haben: Die eigenen Ressourcen und Fähigkeiten werden überschätzt, der Aufwand oft unterschätzt und die Verantwortlichkeiten nicht klar zugewiesen. tnt verantwortet seit Jahren sehr erfolgreiche und nachhaltige Blogs, die sich mit der Zeit zu echten Traffic-Perlen entwickelten. Mit dieser Erfahrung im Rücken zeigen wir Ihnen 10 Tipps, mit denen Ihr Firmen-Blog zur dauerhaften Erfolgsstory wird.

1. Kenne dein Zielpublikum

Das Mantra jedes Kommunikations-Profis: Für wen machen wir Content? Diese Aufgabe vor der Lancierung eines Blogs wird oft mit viel Liebe zum Detail wahrgenommen – absolut zurecht selbstverständlich. Personas sind eine möglichst genaue Beschreibung von Personen, die mit dem Firmenblog angesprochen werden sollen. Diese sind sehr hilfreich, damit das Zielpublikum fassbar wird und sich die Content-Hersteller an einer konkreten Vorstellung orientieren können. Hängen Sie sich beim Entwickeln des Contents den Steckbrief der Personas an die Wand!

tnt-graphics unterstützt beispielsweise den Softwarehersteller Sage mit zielgruppengerechten Blogbeiträgen rund um Buchhaltung, Firmengründung und Digitalisierung. Zum Blog

2. Fokussiert bleiben

Ihre Firma hat zahlreiche Angebote, die alle wichtig sind? Gratuliere! Bleiben Sie trotzdem fokussiert. Entscheiden Sie, worauf Sie sich konzentrieren wollen. So bleibt der Inhalt Ihres Blogs inhaltlich stringent. Definieren Sie vorgängig die wichtigsten Angebote oder Dienstleistungen und stricken Sie darum Ihre Storys (siehe übernächster Punkt).

3. Regelmässig publizieren

Mangelnde Regelmässigkeit ist eine häufige Todesursache für Firmen-Blogs. Wird monatelang nichts veröffentlicht, sinkt die Relevanz bei Google. Den potentiellen Leserinnen und Lesern kommt die Neugierde abhanden. Die Zahlen sinken, die Motivation der Verantwortlichen ebenfalls. Unsere Erfahrung zeigt: Mit drei bis vier Blogbeiträgen monatlich sind Sie schon gut dabei. Das muss nicht immer die Erklärung der Welt sein. Manchmal tut’s auch eine kurze News oder ein interessantes Bild. Per Newsletter sagen Sie Ihren Kontakten regelmässig, was sich auf dem Blog getan hat – auch das bringt einen nicht zu verachtenden Benefit: So bleiben Sie mit Ihren Kunden in Kontakt und erhöhen die Besucherzahlen auf Ihrem Firmenblog – was wiederum gut für Google ist.

Praktisch jede Woche veröffentlicht der Software-Dienstleister bbv spannende Beiträge auf seinem Business-Blog – mit tatkräftiger Unterstützung von tnt-graphics. Zum Blog

4. Storytelling statt Themenübersicht

«Wir sollten wieder mal was über unsere neue Bohrmaschine machen». Genau, alle sind begeistert. Bis sich ein armer Mensch hinsetzt und sich konkret überlegt, was genau die Story sein könnte. Gehen Sie den Weg vom Thema zur Story. Entwickeln Sie eine Geschichte, welche die Menschen berührt. Die Botschaft (hey, wir haben eine neue Bohrmaschine) ist in die Geschichte verpackt. Letztlich ist das guter alter Journalismus: Ein roter Faden, packend erzählt. Achja: Eine Story sollte nicht nur aus Text bestehen, im Gegenteil. Sie kann und soll auch mit Bildern, Videos, Infografiken oder Illustrationen erzählt werden. Je mehr Inhaltselemente Sie in eine Story verpacken, desto attraktiver wird die Seite für Ihre Besuchenden. Dazu sind Bilder, Infografiken oder sogar Videos ein gutes Signal für Google, ihre Story wird besser bewertet.

Sehen Sie anhand unseres Beitrags für Swisscom, wie etwa das Thema „Internet of Things“ in einer packenden Story aufbereitet werden kann. Zur Story

5. CD auch mal ignorieren

Apropos Bilder: Hier prallen oft Welten aufeinander. Auf der einen Seite die Hüter von CD/CI, die in stundenlanger Kleinarbeit eine Bildwelt erschaffen haben, die klare Leitplanken setzt. Und auf der anderen Seite die Geschichtenerzähler vom Blog, die gern mal das pralle Leben abbilden würden. Unser Rat: Verstossen Sie im Blog ab und an ganz bewusst gegen die vorgegebene Bildsprache. Das ist einerseits überraschend und damit interessant. Andererseits kann der optische Abstand zum Rest der Firmenseite sogar wünschenswert sein: Es geht um guten, interessanten und nützlichen Content. Von wem der stammt, ist erstmal zweitrangig. Bis man auf den wohlplatzierten Call to Action klickt. Schenken Sie der Bildsuche die nötige Liebe! Besucherinnen und Besucher klicken häufiger auf Content mit einem ungewöhnlichen und überraschenden Foto als auf ein generisches Stockbild.

6. Internes Wissen nutzen

Jetzt sind wir in gefährlichen Untiefen für einen Firmenblog: Organisation und Mitsprache. Das ist ein heikler Drahtseilakt. Unsere Erfahrung: In der Planungsphase sollten Sie eine möglichst grosse und breit aufgestellte Gruppe involvieren. Bei einem Beitrag pro Woche reicht es, wenn Sie alle drei Monate eine Themensitzung einberufen. Super ist, wenn PMs, Verkäuferinnen, GL-Mitlieder dabei sind. Kontakt zum Kunden ist von Vorteil, strategische Weitsicht ebenso. Hier wird diskutiert, gesiebt und entschieden. In gut organisierten Themensitzungen gibt es immer jemanden, der das Storytelling im Auge behält und auch mal eine Geschichte abschiesst. Aber immer höflich und wertschätzend, ist ja klar. Gerade in der frühen Phase des Projekts kann es nützlich sein, externe Fachleute beizuziehen, die moderieren, beraten und unbelastet sind von internen Diskussionen.

7. Abgespecktes Projektteam

Sind die Storys mal beschlossen, kommt die Stunde der kleinen Teams. Wir empfehlen, jemandem die inhaltliche Kompetenz für die Content-Elemente zu übertragen. Nichts ist hemmender für einen Blog, als die endlosen Abnahmeschlaufen bis hinauf in die Geschäftsleitung und wieder zurück. Hier braucht es das Vertrauen in die Fähigkeit der verantwortlichen Person. Heikle Themen sollten bereits in der Konzeptphase identifiziert werden.

8. Klare Planung und Prozesse

Das Herz des Blogs sind gute Ideen und leidenschaftliche Mitarbeitende. Klare Termine, regelmässige Meetings, Deadlines für Textabnahme, Produktion, Bilder und Freigaben geben dem Projektteam den nötigen Rückhalt. Das Commitment aller Beteiligten zum verbindlichen Terminplan ist zwingend einzuholen.

Unser Tool der Wahl fürs Management der projektrelevanten Aufgaben ist Trello. Hier bilden wir alle Prozesse ab, vergeben Zuständigkeiten, Aufgaben und Termine. Projektbezogene Mails sind bei uns schlicht nicht mehr nötig. Keine cc-Mails mehr, die Ferienabwesenheiten sind klar geregelt und alle Diskussionen zu Teilaspekten des Projekts sind für alle immer vollständig nachvollziehbar. Achja: Trello ist browserbasiert, wirklich intuitiv und schon in der Gratisversion massgeschneidert für die Organisation eines Blogs.

9. Die letzten 5 Prozent

Erfolg oder Misserfolg eines Blogs hängen manchmal davon ab, ob die letzten fünf Prozent der Arbeit sauber erledigt werden oder nicht: die Produktion im CMS. Es ist erstaunlich, wie oft ein Alt-Tag vergessen oder wie lieblos eine Meta Description geschrieben wird. Die visuelle Kontrolle auf PC und Handy bringen oft vermeidbare Fehler an den Tag. Planen Sie auch für den Endspurt genügend Zeit ein.

10. Analysieren und lernen

Die überlebenswichtige Frage am Ende des Tages ist immer: Wie gut performt der Blog? Dazu müssen Sie den Traffic messen – und auch wissen, wie Sie die Zahlen interpretieren sollten. Wer kommt woher? Was wird gelesen? Was wird geklickt und was geteilt? Wie lange ist die Verweildauer? Und vielleicht am wichtigsten: Wer kommt auf die Webseite? Kommt es zu den erwünschten Kontakten? Analytics ist nicht umsonst eine Wissenschaft für sich. Unserer Erfahrung nach sollten Sie einem neuen Blog mindestens ein Jahr Zeit geben, da wir hier vom Bohren sehr dicker Bretter sprechen. Buchen Sie ein schlecht geklicktes Stück Content zu Beginn nicht als Misserfolg ab, sondern als Möglichkeit, etwas zu lernen. Beobachten Sie Ihren Traffic genau und ziehen Sie die richtigen Schlüsse. So steigt der Anteil des erfolgreichen Contents kontinuierlich an.

Das wär’s mit unseren zehn Tipps. Solche Listicles werden übrigens erfahrungsgemäss gut geklickt, da die Besuchenden bereits im Titel erfahren, was sie erwartet. Vielleicht haben Sie ja bis hier durchgehalten, obwohl der Text überdurchschnittlich lang ist. Google ist übrigens – im Gegensatz zu früher – längeren Texten gegenüber durchaus wohlwollend eingestellt, da sie oft auf eine gewisse Relevanz hinweisen. Deshalb frei nach Otto: Einen haben wir noch:

11. Interne Fans

Die Mitarbeitenden sind die besten Botschafter für Ihren Blog. Streuen Sie die Content-Stücke intern, ermuntern Sie Ihre Kolleginnen und Kollegen, die Inhalte auf ihren privaten Social Media Accounts zu teilen. Je interessanter, überraschender und emotionaler ein Blog ist, desto besser funktioniert das. Also: Vergessen Sie die Fans unter dem eigenen Dach nicht.

Denken Sie jetzt: «Das klingt alles ganz toll, das schaffen wir aber nie»? Kein Problem: Hier kommt unser Content-Team ins Spiel. Wir unterstützen Sie mit viel Erfahrung und breit gefächerten Skills bei der Umsetzung Ihres Firmenblogs. Sie brauchen jemanden, der ein Auge auf das Storytelling hat? Oder jemanden, der Ihnen die letzten 5 Prozent liefert? Vielleicht haben Sie aber auch nicht so das Auge für das passende Bild oder möchten einen Teil der Texte schreiben lassen? Oder vielleicht hätten Sie gern einen tollen Blog, haben aber keine Zeit für nichts und suchen einen Full-Service-Provider?

Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an. Wir sind flexibel und finden für jedes Anliegen die passende Lösung.

Christoph Widmer

Hansjörg Honegger

 

Das Content-Team finden Sie auf unserer Webseite