Eberhard Unternehmungen
Wie visualisiert man eine ganze Gemeinde?
Für die Gemeinde Dielsdorf im Zürcher Unterland durften wir eine komplett neue Icon-Welt entwickeln. Entstanden sind grafische Symbole für 19 Über- und 77 Unterthemen, die auf der Website eine schnellere Orientierung und gleichzeitig eine bessere Nutzerführung ermöglichen.
Der Auftrag klingt einfach, hatte jedoch eine hohe gestalterische und konzeptionelle Komplexität: Mithilfe neuer Icons sollen sich Nutzerinnen und Nutzer der Website der politischen Gemeinde Diesdorf schneller zurechtfinden. Die 6799 Einwohnerinnen und Einwohner, welche im Hauptort des gleichnamigen Bezirks leben, sollen auf einen Blick erkennen, wo sie die gesuchten Infos zu ihrem Anliegen finden.
Die Herausforderung bestand darin, zu 19 Über- und 77 Unterthemen visuelle Hilfestellungen zu entwickeln, welche das gesamte Spektrum an Dienstleistungen der Gemeinde Dielsdorf abbilden. Diese reichen von A wie «Abfall und Entsorgung» über M wie «Mobilität» bis zu Z wie «Zivilstandsamtliche Dokumente».

So entsteht eine konsistente Benutzerführung
Es ging dabei nicht um einzelne Icons. Vielmehr war ein komplexes, visuelles System zu erarbeiten, das viele Anforderungen gleichzeitig erfüllen kann. So sollten die Icons sowohl sofort verständlich sein und konsistent funktionieren. Dabei müssen sie sowohl flexibel erweiterbar bleiben als auch in kleiner Darstellung klar lesbar sein.
Und wie macht man das? Die Antwort auf diese Frage kennt Celine Endras, Illustratorin und Grafikerin bei tnt-graphics. Sie hat die neue Dielsdorfer Icon-Welt so entwickelt, dass in jedem Format funktioniert. «Es gab keine alten Vorlagen zu den 96 Themenfeldern, an den ich mich hätte orientieren können», beschreibt sie die Ausgangslage. Als Vorbild wurde vonseiten Dielsdorf eine Gemeinde im Oberaargau genannt, die ihre Dienstleistungen mit Icons untermalt.

Klare visuelle Orientierung für unterschiedlichste Dienstleistungen
Mit diesen Inputs ging sie ans Werk. Als Basis für die neue Icon-Welt nahm sie den stilisierten Dielsdorfer Bären, der bereits als grüne Vektorgrafik auf der Website zu finden war. «Farbe und Strichstärke konnte ich so übernehmen. Während sich Dienstleistungen wie ‹Abfall und Entsorgung› relativ einfach als Icon umsetzen liessen, stellten andere eine grössere Hürde dar», sagt sie. Als Beispiel nennt sie komplexe Belange wie «Ausländerrechtliche Fragen» oder Sachverhalte, die im Grundsatz zwar ähnlich sind, aber dennoch Unterschiede aufweisen. «Wie grenzt man ‹Anmeldung/Zuzug› von ‹Adressänderung/Umzug› oder ‹Abmeldung/Wegzug› ab?», musste sich die Grafikerin fragen. Neben Einzigartigkeit und Infogehalt war ihr persönlicher Anspruch an die Icons: Sie sollen attraktiv aussehen.
Und wie sieht ihre Lösung aus? Machen Sie sich selbst ein Bild und besuchen Sie die neue Icon-Welt der Gemeinde Dielsdorf.