SEO und GEO: Optimierter Content im Zeitalter von KI
Massnahmen für Generative Engine Optimization (GEO)
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SEO und GEO: Optimierter Content im Zeitalter von KI

Bleiben Sie sichtbar! KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini und Perplexity beantworten immer mehr Suchanfragen direkt. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Inhalte so aufbereiten, dass Ihre Firma bei diesen KI-Systemen sichtbar wird. Wichtig sind hochwertige, einzigartige und klar strukturierte Inhalte.

Text: Frank Klinkenberg, Alexander Lanner
Fotos: Unsplash

tnt-graphics hat sich die letzten Jahre ausgiebig damit beschäftigt, Webseiten für Suchmaschinen zu optimieren. SEO – Search Engine Optimization – war das Schlagwort der Stunde. Nun kommt mit ChatGPT, Gemini oder Perplexity eine neue Generation von Plattformen ins Spiel, denen man seine Inhalte ebenfalls schmackhaft machen sollte. GEO ist der Name dieser neuen Disziplin und steht für Generative Engine Optimization.

Optimiert wird also immer noch, allerdings nicht mehr nur für reine Suchdienste sondern zusätzlich auch für künstliche Intelligenzen. Denn immer mehr User*innen nutzen solche KI-Plattformen, wenn sie auf der Suche nach einer Antwort sind. Doch nicht nur auf den KI-Plattformen bekommt man Antworten, auch auf Google rücken KI-generierte Inhalte immer stärker ins Blickfeld und werden als erste Suchantwort angezeigt.

Generative Engine Optimization für Google
Wer bei Google eine Frage stellt, bekommt als Erstes Antworten der KI, die eigentlichen Suchergebnisse folgen darunter. Dadurch klicken immer weniger Nutzer*innen auf die eigentlichen Ergebnisse. Wenn dann auch noch gesponserte Ergebnisse dazu kommen, ist die eigenen Webseite praktisch nicht mehr sichtbar.

Als Ausgangslage für diesen Artikel:

  • Die Qualität der Antworten ist nicht Gegenstand dieses Beitrags. Vielmehr geht es darum, den Einfluss der KI auf die Auffindbarkeit der eigenen Webseite im Netz zu beleuchten.
  • Wie bei SEO-Massnahmen gibt es auch bei GEO-Massnahmen nicht den einen, richtigen Weg. Unterschiedliche KI-Modelle generieren unterschiedliche Ergebnisse auf unterschiedliche Art und Weise.
  • Hochwertige und einzigartige Inhalte, die technisch einwandfrei aufbereitet sind, sind wichtig und sinnvoll. Eine Garantie für mehr Sichtbarkeit bei der KI sind sie aber nicht.
  • GEO ersetzt nicht SEO, sondern ist eine Ergänzung. Klassisches SEO hilft auch dabei, dass die Webseite von KI-Systemen überhaupt erst gefunden wird.

Was machen KI-Systeme?

Anstatt Ergebnisse einem Keyword zuzuordnen, wie dies bei herkömmlichen Suchmaschinen der Fall ist, versucht KI eine individuell abgestimmte, differenzierte Antwort auf eine spezifische Anfrage zu liefern. Man erhält nicht einfach den Link zu einer Website, wo dann die gesuchten Inhalte zu finden sind, sondern bekommt ausformulierte Antworten aus verschiedenen Quellen.

Generative Engine Optimization für ChatGPT
ChatGPT und Co. geben ausführliche Antworten auf Suchanfragen. Die Links sind optisch sehr dezent, da die Plattformen die Besuchenden auf der Seite behalten wollen.

Das Problem dabei ist: Wenn eine Suchanfrage bereits von einer KI beantwortet wird, bleibt der für viele Unternehmen wichtige Click auf die eigene Webseite aus. Dieses sogenannte «Zero-Click»-Phänomen führt dazu, dass organischer Traffic sinkt, selbst wenn die eigene Seite zitiert oder verwendet wird. 

Relevanz für ChatGPT, Gemini, Claude und Perplexity erhöhen

KI-Suchmaschinen bevorzugen hochwertige, nutzerzentrierte und klar strukturierte Inhalte. Allgemeine und allgegenwärtige Information werden hingegen schlecht bewertet. Fragen zu aktuellen Themen und kompetente Antworten, die leicht verständlich sind, haben eine grosse Relevanz. KI-Suchmaschinen, übrigens ebenso wie Google, bevorzugen strukturierte Daten, die für sie schnell erfassbar sind.  

Wichtig ist es daher, Inhalte an diejenigen Kriterien anzupassen, die von generativen Engines bevorzugt werden. Zur Entwarnung: Wer bislang schon bei der Google-Optimierung auf hochwertige und einzigartige Inhalte (Stichwort: Unique Content) mit passenden Schlüsselwörtern Wert gelegt hat, bringt meist schon eine solide Basis mit. 

Generative Engine Optimization für Perplexity
Wie auch Google selbst, bevorzugen KI-Tools wie Perplexity authentische Inhalte von gut strukturieren Webseiten.

Ergänzende Inhalte wie relevante Zitate bekannter Personen oder Koryphäen, der Verweis auf zuverlässige Quellen oder statistische Daten tragen zur Glaubwürdigkeit bei. Das Herausstreichen eigener Kompetenzen und die Erläuterung von Fachbegriffen sind ebenfalls hilfreich.

Damit werden den KI-Suchmaschinen die Information mundgerecht dargereicht – doch was hat man selbst davon? Nun, die Kunst besteht darin, in den Texten, FAQs oder Produkten immer auch die eigene Firma aufscheinen zu lassen. Das Ziel der KI-Optimierung ist, in den KI-Chat-Antworten oder KI-Zusammenfassungen Sichtbarkeit für seinen Webauftritt oder seine Firma zu generieren.

Die wichtigsten Massnahmen für GEO

Wie erwähnt, sind einzigartige Inhalte noch immer die beste Basis, um bei KI-Tools sichtbar zu sein. Dazu unterstützen folgende Massnahmen:

  • Regelmässige Aktualisierungen in Form von News, Storys oder aktualisierten Inhaltsseiten
  • Einhalten der Strukturen bei den Überschriften (z.B. H1 bis H4)
  • Überschriften enthalten bereits Antworten oder sind sehr aussagekräftig
  • Inhalte kommen auf den Punkt, sind kompetent aber dennoch leicht verständlich
  • Absätze dürfen nicht zu lang sein
  • Inhalte müssen einen echten Mehrwert gegenüber allgemeinen Informationen bieten (Unique Content)
  • Verwendung von FAQ-Elementen in Akkordeons mit hilfreichen Antworten zu Spezialthemen, die für Ihre Branche oder Ihren Geschäftsbereich eine hohe Relevanz haben
  • Einsatz von Aufzählungen in Listen
  • Prominenz hilft – starke Marken und Inhalte von bekannten Persönlichkeiten oder anerkannten Experten führen zu einer besseren Platzierung
  • Den eigenen Firmennamen bei relevanten Inhalten auf der eigenen Seite oder auch bei Partnern prominent erwähnen
  • Bei Links nicht schreiben «hier» oder «mehr» oder «weiter», sondern den verlinkten Inhalt ganz konkret benennen (z.B. Lesen Sie dazu die tnt-Fotostory «Ein Jahr in Bildern: Von Höhen, Höhlen und Tiefen»)
  • Teilen Sie Ihre Erfahrungen und umgesetzte Lösungen («So haben wir das gelöst»)
  • In Zitaten den eigenen Firmennamen herausarbeiten
  • Zeigen Sie Kompetenz mit Expertenwissen oder zusätzlichen Publikationen (z.B. als PDF-Download)
  • Fördern Sie Erwähnungen durch Dritte aus der eigenen Branche

Die Inhalte müssen so gestaltet sein, dass sie als zitierfähige Grundlage für KI-generierte Antworten herangezogen werden können. So gibt man zumindest dem Firmennamen mehr Sichtbarkeit und dieser wird vermehrt als vertrauenswürdige Quelle wahrgenommen.

Inhaltliche Unterstützung für GEO

Ob es um neue Texte oder bereits vorhandene Inhalte geht – unsere Textprofis unterstützen Sie gerne beim Aufbau einer Strategie bei neu zu erstellenden Inhalten oder einer Überarbeitung von bestehenden Beiträgen. Unser Textchef bei tnt-graphics, Alexander Lanner (Tel. +41 44 545 34 70), berät Sie kompetent und unverbindlich über empfehlenswerte Massnahmen für Ihre Webseite.

Technische Unterstützung für GEO

Es ist hilfreich, wenn für die Suchmaschinen die relevanten Daten auf Webseiten in leicht lesbarer Form vorliegen. Diese sogenannten strukturierten Daten sind standardisierte Zusatzinformationen im Quellcode einer Website, mit denen Inhalte für Suchmaschinen und andere Systeme eindeutig verständlich gemacht werden.

Dazu gibt es Vorgaben, die sich mit überschaubarem Aufwand ergänzen lassen. In Webshops betrifft das beispielsweise die Produkte, im Job-Bereich die Stellenbeschreibungen oder allgemein die FAQs auf Webseiten.

Dabei werden die für Besucher*innen sichtbaren Inhalte parallel mit einer definierten Auszeichnung im HTML-Quelltext gespeichert. So sind diese Daten für KI-Suchmaschinen oder auch Google leichter zu erfassen und zu verarbeiten. Diese Spezifikationen sind unter schema.org dokumentiert, wie auf dieser Seite als Beispiel für Job-Postings.

Fazit

Wer regelmässig zu seinem Fachgebiet in KI-Antworten genannt wird, stärkt seine Marke, baut Glaubwürdigkeit auf und kann langfristig Reichweite und Vertrauen sichern – selbst dann, wenn der direkte Traffic zurückgeht.

Sichtbarkeit in diesen Systemen lässt sich nicht mit festen Rankings beschreiben, sondern nur dadurch, ob und in welchem Kontext eine Domain in den Antworten auftaucht.

Gleichzeitig steigt die Gefahr, dass fehlerhafte oder veraltete Informationen über KI-Systeme verbreitet werden und so die Wahrnehmung einer Marke beeinflusst. Daher empfehlen wir, veraltete Inhalte von der Webseite zu entfernen oder diese von der KI-Suche auszuschliessen.

Gerne unterstützt Sie tnt-graphics bei der redaktionellen Optimierung Ihrer Inhalte oder bei technischen Erweiterungen wie dem Aufbau von strukturierten Daten. Damit bleiben Sie auch in der Ära der generativen Suchsysteme sichtbar.

Frank Klinkenberg

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Mehr dazu erläutert Ihnen gerne Frank Klinkenberg:
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